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Da in der Hölle geputzt wird, ist der Teufel auf die Erde gekommen, wo er trotz des Sommerwetters fast erfriert. Vier Naturhistoriker entdecken ihn und bringen den rätselhaften Fund auf das Schloss der Baronin von Haldungen, in dessen Kamin der Höllenfürst wieder zu sich kommt.
Schnell entdeckt er die Möglichkeit, in seinem Umfeld Verwirrung und Böses zu stiften und macht sich eifrig an die Arbeit: er beschließt, die Hochzeit von Liddy, der Nichte der Baronin, mit dem Herrn von Wernthal zu verhindern, indem er dem hoch verschuldeten Bräutigam die Braut abkauft und verspricht sie dem Freiherrn von Mordax, welcher als Gegenleistung dreizehn Schneidergesellen umzubringen hat. Doch er hat die Rechnung ohne den versoffenen Schulmeister und Liddys heimlichen Verehrer Mollfels gemacht, die auf ihre eigene Art versuchen, die verlorengegangene Ordnung wiederherzustellen...

Das vor aberwitziger Situationskomik und beißendem Spott sprühende Lustspiel ist Gesellschaftssatire und Komödie zugleich. Die Trivialliteratur aufs Korn nehmend vermischt sich Ernstes mit Heiterem, Romantisches mit Bizarrem und dabei wird nicht an Überraschungseffekten gespart....

Christian Dietrich Grabbe (1801 – 1836) ist wohl die tragischste Figur der deutschen Literatur und des deutschen Theaters. Erst nach seinem Tod wurde er als Vorläufer des modernen Theaters entdeckt.