Aufführungsdaten
Vorverkauf
Mitwirkende
Wir danken
Inhalt
Bildergalerie
Aufführungsdaten
Mitwirkende & Dank
Inhalt
Bildergalerie
Aufführungsdaten
Mitwirkende & Dank
Bildergalerie
Aufführungsdaten
Mitwirkende
Inhalt
Bildergalerie
Aufführungsdaten
Mitwirkende, Dank
Inhalt
Bildergalerie
Aufführungsdaten
Mitwirkende, Dank
Inhalt
Bildergalerie
Aufführungsdaten
Mitwirkende, Dank
Inhalt
Bildergalerie
Aufführungsdaten
Mitwirkende, Dank
Inhalt
Bildergalerie
Aufführungsdaten
Mitwirkende, Dank
Unterwegs
Inhalt
Bildergalerie
Aufführungsdaten
Mitwirkende
Inhalt
Bildergalerie
Aufführungsdaten
Mitwirkende
Aufführungsdaten
Bildergalerie
Mitwirkende
Mitwirkende
Mitwirkende

Zur Handlung

Im Hause des wohlhabenden Pariser Bürgers Orgon hat sich ein religiöser Eiferer eingenistet: Tartuffe spielt den Frommen und ist auf dem besten Wege, sich das Vermögen sowie Frau und Tochter des naiven Hausherrn einzuverleiben.

Während Orgon verzückt dem heuchlerischen Treiben zusieht, treibt er seine Familie in die Verzweiflung und an den Rande des Ruins. Zu spät erkennt er die Raffgier und Hintertriebenheit seines Gastes, und Tartuffe wähnt sich am Ziel seiner Begierden...


Anmerkungen zum Stück

Im Tartuffe entwirft Molière ein psychologisch differenziertes und vor allem zeitloses Bild eines Heuchlers. Als eine der klassischen, fünfaktigen Charakterkomödien, welche bis heute seinen Weltruhm begründen, macht
der Autor in diesem gesellschafts- und religionskritischen Werk bigottes Verhalten, geheuchelte Religiosität, Etikette und Institutionen zur Zielscheibe seines Spotts.

Die unübersehbaren satirischen Bezüge auf Hofstaat und Kirche waren von höchster politischer Brisanz, und wurden denn auch vom Klerus als massiver Angriff auf die herrschenden Machtverhältnisse verstanden, so dass Tartuffe neben Don Juan eines der Stücke Molières ist, welches am meisten Polemik und Widerstand hervorrief.

Der Autor

Molière, geboren in Paris im Jahr 1622 als Jean-Baptiste Poquelin, gilt den Franzosen als einer ihrer großen Klassiker, und ist der populärste und am meisten gespielte Komödiendichter seiner Zeit.
Der älteste Sohn eines wohlhabenden Textilhändlers und königlichen Hoftapezierers sollte seinem Vater eigentlich im Amte folgen, entschied sich jedoch für den weithin verachteten Beruf des Komödianten. Er zog nach anfänglichen Mißerfolgen und Geldnot 13 Jahre lang mit einem Wander-theater durch die französischen Provinz. Zurück in Paris, erwarb der mittlerweile zum Direktor und Autor der Truppe avancierte Molière die Gunst des damals 20-jährigen Sonnenkönigs Ludwig XIV.

Seine bedeutendsten Werke schuf Molière in den darauffolgenden Jahren. Zum “maître de plaisir” (Vergnügungsdirektor) des Königs ernannt, inszenierte Molière während eines dreitägigen Hoffestes in Versailles im Jahr 1664 erstmals den Tartuffe. Die Verskomödie löste sofort eine derartige Empörung aus, dass das Stück umgehend mit einem Aufführungsverbot belegt wurde. Erst nach jahrelangem Kampf gegen die höfischen Intrigen gelang es Molière 1669, den Tartuffe in einer überarbeiteten und umbenannten Version mit triumphalem Erfolg öffentlich aufführen zu lassen.

Der eingebildete Kranke sollte in bitterer Ironie sein letztes Stück werden, und die Hauptrolle des vermeintlich Kranken seine letze Rolle: Während der vierten Aufführung im Jahr 1673 brach Molière in einem Krampfanfall auf der Bühne zusammen und starb noch im Theater.