Zum Stück

Frankreich in der Zeit Ludwig 13.: Cyrano de Bergerac, den die Natur mit einem Monstrum von Nase versehen hat, ist ein brillanter Fechter sowohl mit dem Degen als auch mit Worten. Wird er beleidigt, setzt er treffsicher einen Stich und schießt seinen Spöttern rauschhaft Verse um die Ohren. Groß ist auch die Liebe, die er für seine reizende Cousine Roxane empfindet. Verunsichert von seinem Äußeren befürchtet er jedoch ihre Absage und verbirgt so seine wahren Gefühle. Roxane verliebt sich in den gut aussehenden Christian de Neuvillette und ausgerechnet Cyrano, der im gleichen Garderegiment dient, soll für sie als dessen Beschützer auftreten. Was Roxane nicht weiß: Christian ist zwar schön von Gestalt, jedoch kein geistreicher Formulierer, so dass Cyrano und Christian einen Pakt schließen um die Angebetete zu betören: Cyrano schreibt für seinen Rivalen fortan die herrlichsten Liebesbriefe und kann so seiner heimlichen Leidenschaft Ausdruck verleihen. Es gelingt ihm sogar, Roxane dem Zugriff des Grafen de Guiche zu entziehen, der sie zu seiner Geliebten machen will. Christian genießt derweil den süßen Erfolg der Übereinkunft. Bis der Graf sich rächt und Cyrano und Christian mit ihrem Regiment an die vorderste Front in die Schlacht schickt.

 

Seit der Uraufführung im Jahr 1897, gehört Rostands berühmte Komödie zu den großen und tragischen Liebesgeschichten der Weltliteratur. Durch die Verfilmung aus dem Jahr 1990 mit Gerard Depardieu in der Hauptrolle, ist der edle Philosoph mit der langen Nase auch auf der Leinwand unsterblich geworden.

Fotos Monika Sanwald